Catholic Camp 7.7.2011

Am Donnerstag und Freitag waren Religionstage in der Schule. Die Buddhisten haben alle in einem Tempel außerhalb von Chonburi übernachtet und die wenigen Katholiken haben in einer kleinen Oase mit Kirchlein und Holzhaus geschlafen. Ich habe zwar nichts verstanden und während der Stunden war es auch manchmal ziemlich langweilig, aber ich habe meine ersten Thai-Freunde gefunden. Alle waren super nett zur mir und einige davon sind sogar jetzt in meiner Klasse. Es ist fast unheimlich, wie besonders man mit blonden Haaren und blauen Augen ist. Aber alle sind sofort zu mir gekommen und haben versucht, irgendwie mit mir zu kommunizieren.
Wie gesagt habe ich vom Inhalt an sich nicht viel verstanden. Allerdings war es sehr interessant, die Thai Version und Interpretation des Christentums zu erleben. Die Kirche war aus Holz und innen drin mit Bast-Matten ausgestattet. Thailändische Nonne sehen ebenfalls ein wenig merkwürdig aus. Aber am lustigsten waren die Videos, die uns der Priester gezeigt hat. Da hatte dann der Jesus natürlich auch Schlitzaugen und braune Haut. Außerdem hatte ich das seltsame Gefühl, dass sie sich selbst nicht ganz ernst nehmen. Auf der einen Seite gab es stundenlange Gottesdienste und Pausen, in denen man mit Gott alleine sein und mit ihm sprechen sollte. Aber auf der anderen Seite zeigte uns der Priester dann am Anfang einer Stunde ein Video von „Verstehen Sie Spass“, in dem Leute mit getürkten Wasserbetten verarscht werden. Nummer zwei war dann ein Clip aus einem Film, in dem Gangster eine Bank ausrauben und ein Polizist kommt, der sich die Pistole in die Hose steckt und lässig alle abknallt. Und der Knaller war dann ein Video, das eigentlich auf YouTube dazu dient, Jesus zu verarschen. Es stellt einen schwule Jesus dar, der durch New York tanzt und ab Ende nackt von einem Bus überfahren wird...